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25.06.2008

Paracycling: Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren und Straßenrennen

 
Zeitfahren erstmals mit Faktorsystem

Auf dem Solorad siegt Michael Teuber vor Wolfgang Sacher und Tobias Graf. Deutscher Meister im Handbike wird Bernd Jeffre. Bei den Frauen siegen Andrea Eskau im Handbike und Natalie Simanowski auf dem Solorad. Auf dem Tandem gewinnt das Duo Henrike Handrup/Ellen Heiny. Den Trike-Wettbewerb entscheidet Barbara Weise für sich.

Lorsch. Um die im paralympischen Sport aufgrund der Unterschiedlichkeit der Behinderungen notwendigen Leistungsklassen gemeinsam werten zu können, wurde unter Federführung der DBS Abteilung Paracycling um Cheftrainer Adelbert Kromer erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft ein prozentuales Faktorsystem angewandt. Die Faktoren haben die Ergebnisse der letzen Weltmeisterschaften als Basis und repräsentieren somit die aktuellen Leistungsunterschiede zwischen den Klassen. Unterschieden wurde nur noch zwischen den Sportgeräten Solorad, Tandem, Handbike und Trike sowie Männer und Frauen.

Die Deutschen Meisterschaften im Paracycling wurden diese Saison im Rahmen der Großveranstaltung "Sparkassen Triple German Championships" gemeinsam mit den U23 Straßenmeisterschaften des Bund Deutscher Radfahrer und der DM der Speedskater ausgetragen. Der Kurs des Zeitfahrens war durchgehend flach und mit 11,4 Kilometer relativ kurz. Auf dem schnellen Kurs konnte LC4-Paralympicssieger Michael Teuber mit einer Zeit von 15:59 Minuten eine bislang unerreichte Durchschnittsgeschwindigkeit von 42,8 Stundenkilometern erreichen und mit einem Faktor von 88% das Rennen auf dem Solorad für sich entscheiden. Mit der Bestzeit von 14:10 Minuten war LC1-Vizeweltmeister Wolgang Sacher zwar noch schneller unterwegs, musste sich aber aufgrund des Faktors mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Knapp dahinter folgten LC3-Spitzenfahrer Tobias Graf (Faktor 90%) und CP4/LC2-Weltmeister Klaus Lungerhausen (Faktor 96%). Bei den Frauen gewann Natalie Simanowski (LC3, Faktor 92,5%) vor Yvonne Marzinke (LC2, 93,5%)

Im von sehr unterschiedlichen Bedingungen geprägten Handbikerennen siegte sBernd Jeffre in 17:03 Minuten vor Vico Merklein und Norbert Mosandl (alle HCC). Schnellster B-Fahrer war Tobias Knecht auf Rang 5 mit Faktor 93%, bester A-Fahrer war Torben Broer (Rang 19, Faktor 79%). Bei den Frauen gewann die Doppelweltmeisterin Andrea Eskau in 18:50 Minuten deutlich vor Dorothee Vieht (beide HCC) und Kerstin Abele (HCB, Faktor 82%).

In der Tandemklasse wurden Männer und Frauen gemeinsam gewertet. Das WM-erprobte Damentandem Handrup/Heiny konnte sich mit einer Zeit von 15:36 Minuten und Faktor 88% gegenüber der Männerkonkurrenz durchsetzten. Schnellstes Männdertandem war das Duo Ralf Arnold/ Sascha Richter. Auf dem Trike dominierte die zweifache Weltmeisterin Barbara Weise (CP2w, 81%) und verwies mit einer Zeit von 23:38 Minuten die männlichen WM-Teilnehmer Matthias Neumann (CP1m, 77%) und Mario Selbitz (CP2, 100%) auf die Plätze.

Aktivensprecher Michael Teuber: "Die vielen Leistungsklassen sind gerade bei einer Großveranstaltung schwer vermittelbar. Faktorsysteme werden auf IPC/UCI Ebene erfolgreich angewandt.
Es wurden erstmals Faktorsysteme für alle Klassen eingeführt und konnten so die Anzahl der Siegerehrungen von bis zu 24 auf nur noch 6 verringern. Dadurch gewinnt jede einzelne Medaille enorm an Wert. Auf Solorad, Tandem und Trike haben sich die besten Zeitfahrer durchgesetzt, die Zeitabstände sind gering. Bei den Handbikern haben einige Favoriten durch ein heftiges Gewitter Zeit eingebüßt. Insgesamt war die Faktorregelung sowie die gesamte Veranstaltung ein großer Erfolg."

Am Sonntag war herrliches Rennwetter und es gab beim Super organisierten Straßenrennen Favoriten Sieger.
Zu entnehmen aus der Siegertabelle
Die Abteilung Radsport, Teammanager Thomas Beer, bedankt sich bei dem Hauptorganisator Algis Oleknavicius für die bis jetzt einmalige Veranstaltung im Behinderten Radsport, mit eingebunden in die beiden Deutschen Meisterschaften Speedskater und U 23.
Paracycling Bundestrainer Adelbert Kromer und Organisator Olek (Rufname) sind viele Jahre in Radrennen, seit der Juniorenzeit 1964 um Siege gefahren.
Durch den langjährigen Kontakt Ist somit ein Event in der Stadt Lorsch für die Behinderten Radsportler entstanden.

Adelbert Kromer + Michael Teuber


7./8. Juni 2008 deutsche Meisterschaft im Zeitfahren und Straßenrennen


Zuständigkeiten


WAV Chef Carmen Kommissär Team vom UCI, BDR, Verband, Kommissäre
DBS Vertreter Thomas Beer Abteilungsleiter Mithilfe bei Kampfrichter Faktorberechnung
Klassifizierer Jürgen Schmid
Organisator Algis Oleknavicius
Technische Leitung Adelbert Kromer Einteilung, Ehrungen, Preise, Medaillen,
Nummerausgabe Spo. Koordn. Tobias Engelmann Ergebnis Faktorberechnung Ergebnisdienst
Sprecher Stefan Rosiak Paralympic Radsprecher in Peking
Starthelfer Ansprechpartner Bohumil Pavlicek Sichtung
Streckenkontrolle Starthelfer Klaus Höhne
Sanitätsdienst DRK Lorsch
Rennarzt Bereitschaftsdienst Lorsch
Presse Ulrich Gabler Media Professional Lorsch

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