05.09.2010 José Hermida ist Cross Country-Weltmeister - Galerie José Hermida schafft das Meisterstück und gewinnt in Mont-Sainte-Anne das Weltmeisterschaftsrennen. Nachdem der Spanier in der Junioren- und U23-Klasse bereits in Ehren des Weltmeisters steht, gelingt ihm dieser Schritt nun endlich auch in der Elite-Klasse. Seit vielen Jahren gehört Hermida zur Weltspitze, lange Zeit war er für Julien Absalon der einzige ernst zu nehmende Gegner und nie wollte ihm der grosse Coup des Weltmeistertitels gelingen. Bis zum geschichtsträchtigen Rennen in Mont-Sainte-Anne. «Es ist ein epischer Tag für mich. Ausgerechnet in Mont-Sainte-Anne zu gewinnen, einer der traditionsreichsten Rennstrecken des Mountainbikesports, das ist besonders schön», meint Hermida nach dem Rennen.
Mit der Gelassenheit eine erfahrenen Profis geht er die erste Phase de Rennens ruhig an, forciert dann aber bei Rennhälfte das Tempo derart stark, dass ihm einzig der Tscheche Jaroslav Kulhavy und der Südafrikaner Burry Stander folgen können. Titelverteidiger Nino Schurter muss so riskant fahren, dass er zwei Mal einen Reifendefekt erleidet, während Julien Absalon in der Verfolgung mehrmals stürzt.
Die Kontrolle des Rennverlaufs liegt während dem ganzen Wettkampf bei Hermida und auf der letzten Runde schafft er sich den nötigen Vorsprung, um den Sieg sicher ins Trockene bringen zu können. Mit Tränen in den Augen fährt Hermida schliesslich über die Ziellinie. Es gibt im internationalen Spitzensport niemandem, der dem wohl sympathischsten Mountainbike-Rennfahrer aller Zeiten den Weltmeistertitel nicht gönnen würde. Hermida ist als Spassvogel bekannt und er gilt als eines der wichtigsten Elemente für die gute Stimmung auf und neben dem Rennplatz.
Ralph Näf hat zuvor am Mittwoch die Schweiz zum Weltmeistertitel im Mannschaftsrennen geführt. Im gestrigen Eliterennen liegt er anfänglich zeitweise auf Rang zwei, bis er wegen Magenkrämpfen das Tempo reduzieren muss. Moritz Milatz auf Rang 14 rundet eine gute Mannschaftsbilanz des Multivan Merida Biking Team ab. Jochen Käß und Rudi van Houts sind beide beim Start in einen Sturz verwickelt und müssen nach wenigen Metern das Rennen defektbedingt aufgeben.
Gunn-Rita Dahle erreicht im Rennen der Damen das Ziel auf dem guten Platz 18 und arbeitet sich schrittweise weiter nach vorne. Mit Startnummer 51 muss sie weit hinten starten, entsprechend zufrieden zeigt sie sich im Ziel: «Ich bin zufrieden mit dem Resultat aber vor allem auch mit dem Rennverlauf. Auf dieser Strecke ist es extrem hart, so viele Plätze gut zu machen.»
Merida ist in der Bilanz die erfolgreichste Radmarke bei den Weltmeisterschaften. Vier Goldmedaillen (Team, Junioren, Herren) und eine Bronzemedaille (Team) gehen auf das Konto der taiwanesischen Highend-Marke. Keine andere Marke kann an den Weltmeisterschaften 2010 im Medaillenspiegel eine derart starke Bilanz ausweisen.
Results World Championships 2010, men: 1. José Hermida (ESP), 1.52.26 2. Jaroslav Kulhavy (CZE), 1.52.55, +0.29 3. Burry Stander (RSA), 1.53.36, +1.10 4. Nino Schurter (SUI), 1.54.29, +2.03 5. Julien Absalon (FRA), 1.54.49, +2.23 6. Carlos Coloma (ESP), 1.55.09, +2.43 7. Liam Killeen (GBR), 1.55.17, +2.51 8. Geoff Kabush (CAN), 1.56.24, +3.58 9. Florian Vogel (SUI), 1.56.40, +4.14 10. Ivan Alvarez (ESP), 1.56.56, +4.30 11. Ralph Näf (SUI), 1.57.01, +4.35 14. Moritz Milatz (GER), 1.58.07, +5.41 DNF. Jochen Käß (GER), überrundet DNF. Rudi van Houts (NED), überrundet
Results World Championships 2010, women: 1. Maja Wloszcowksa (POL), 1.48.21 2. Irina Kalentieva (RUS), 1.49.09, +0.48 3. Willow Koerber (USA), 1.49.13, +0.52 4. Catharine Pendrel (CAN), 1.49.15, +0.54 5. Elisabeth Osl (AUT), 1.50.21, +2.00 18. Gunn-Rita Dahle Flesjå (NOR), 1.55.39, +7.18
Picture service from the mountainbike world championships in Mont-Sainte-Anne (CAN)
Photographer: Armin Küstenbrück/Marius Maasewerd
Team-Website: www.team-multivan-merida.com












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